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RED Brick Zustandsbericht

geschrieben von admin am 15.10.2014 14:35:00.

Es ist nun schon über einen Monat her, dass wir über das RED Brick berichtet haben (RED Brick im EMV Labor). In der Zwischenzeit ist aber viel passiert. Im Blogeintrag Softwareinfrastruktur haben wir die verschiedenen Aufgabenbereiche vorgestellt. Wir möchten euch hier ein Update geben:

Stapelkommunikation zu anderen Bricks: Die Stapelkommunikation zwischen RED Brick und Bricks machte uns deutlich mehr Aufwand als angenommen. Das bisherige Protokoll konnten wir nicht weiter nutzen, daher mussten wir es umstellen. Dieses Protokoll haben wir in der Zwischenzeit mehrfach verworfen und quasi neu implementiert, da uns die Eigenheiten der DMA Controller auf dem RED Brick und auf den anderen Bricks immer wieder Probleme machten. Wir haben nun aber endlich ein Protokoll welches stabil funktioniert, Fehler korrigiert und dazu noch performant ist.

Ethernet und RS485 Extension: Diese beiden Extensions wollten wir zum Verkaufsstart unterstützen. Unsere Ethernet Extension ist mit einem Wiznet W5200 Ethernet IC ausgestattet. Für dieses gibt es keine Unterstützung im Linux Kernel. Auf Grundlage von Treibern für den ähnlichen IC W5500, die sich in der Entwicklung befinden, konnten wir unseren eigenen Linux Kernel Treiber entwickeln und somit aktiv an deren Entwicklung mitarbeiten. Wird nun eine Ethernet Extension auf das RED Brick gesteckt, kann diese, wie auf jedem anderen Rechner, als normale Ethernet Schnittstelle (”eth0”) genutzt werden.

RED Brick API Daemon und Brick Daemon: Der RED Brick API Daemon implementiert die RED Brick API und bildet die Schnittstelle zwischen der Außenwelt und dem RED Brick. Über diese API wird der RED Brick konfiguriert, Programme übertragen und zur Ausführung angewiesen. Der API Daemon ist mittlerweile nahezu vollständig implementiert und funktioniert. Der Brick Daemon wurde angepasst, so dass dieser neben USB Verbindungen auch Verbindungen direkt über serielle Schnittstelle (RS485 Extension) und SPI (Stapelkommunikation) zulässt.

Brick Viewer: Auf diesem liegt momentan unser Fokus. Wir schaffen Möglichkeiten das RED Brick über den Brick Viewer zu konfigurieren. Dazu zählen Netzwerkeinstellungen wie Hostname und IP Adresse oder Einstellungen für den lokalen Brick Daemon (Port, Authentication, Logging). Der Zustand des RED Bricks soll überwacht werden können (Prozesse, CPU-Auslastung, Speicherplatzbelegung). Es sollen Extensions verwaltet werden und Programme hochgeladen und konfiguriert werden können.

Einen Vorabeindruck, wie das ganze später im Brick Viewer aussieht könnt ihr im folgenden Screenshot bekommen:

http://download.tinkerforge.com/_stuff/screenshot_brickv_red.jpg

Der Fehlerteufel schlägt erneut zu: Wir haben ja bereits über einen Fehler im Design berichtet. Leider hat der Fehlerteufel erneut zugeschlagen. Im Datenblatt des Prozessors sind dessen Pins in einer Tabelle beschrieben. Eigenschaften, wie zum Beispiel, ob es sich um einen Input-Pin, einen Output-Pin oder einen konfigurierbaren Input-/Output- Pin handelt, sind hier genannt. Fast alle Pins sind sowohl als Input als auch als Output nutzbar. So auch laut der Tabelle für Pin “PG2”.

http://download.tinkerforge.com/_stuff/red_datasheet_table.jpg

Dieser Pin wird im Design von der zweiten Extension genutzt. Erst nachdem wir die Unterstützung für die Ethernet Extension programmiert haben fiel uns auf, dass diese an Position zwei nicht funktionierte. Grund ist, dass dieser Pin sich zwar per Software als “Output” setzen lässt, er seinen Zustand elektrisch aber nicht ändert. Datenblätter haben üblicherweise eine “Revision History”. In dieser werden Änderungen im Datenblatt festgehalten.

http://download.tinkerforge.com/_stuff/red_datasheet_history.jpg

Nach längerer Suche fiel unser Augenmerk auf diese Tabelle, in der angebliche Änderungen für Pin “PG2” notiert sind. In unserem Datenblatt wurden diese aber nicht übernommen! SHIT HAPPENS!

Was bedeutet dies nun? Wir hatten bereits die Leiterplatten für die Produktion der RED Bricks bestellt. Diese sollten nächste Woche ankommen. Eine Diskussion, ob wir den Fehler dokumentieren und die ersten RED Bricks mit dem Bug verkaufen, war schnell beendet. Wir wollen kein Produkt verkaufen, von dem von vornherein Fehler bekannt sind. Der Fehler hätte dazu geführt, dass nur eine Extension mit dem RED Brick benutzt werden könnte. Dies wäre für viele Anwendungen sicherlich nicht tragisch gewesen, entspricht aber nicht unseren eigenen Ansprüchen.

Die Leiterplatten waren zu diesem Zeitpunkt natürlich schon in Produktion, so dass wir diese abnehmen mussten oder hätten entsorgen lassen. Wir nutzen die Leiterplatten aber nun als Chance um noch einmal eine Testbestückung durchzuführen und diese dann ausgiebig testen zu können. Da nun ein Großteil der Software steht, ist das Testen auch ein ganzes Stück einfacher. Anschließend werden wir erneut Leiterplatten bestellen, bestücken und dann nach aktuellen Planungen Anfang Dezember mit dem Verkauf der RED Bricks beginnen.

Bleibt also gespannt wie es weiter geht! Wir werden euch wieder berichten…

Tinkerforge, Partner der ersten deutschen Devoxx4Kids

geschrieben von admin am 30.09.2014 13:04:00.

Am 27. September fand zum ersten mal der Kinderprogrammierkongress Devoxx4Kids in Deutschland statt. Die Veranstaltung, die im Ausland bereits häufiger stattgefunden hat, hat das Ziel Kinder die spannende Welt des Programmierens näher zubringen.

32 Kinder im Alter zwischen zehn und vierzehn Jahren nahmen an der Veranstaltung teil und verbrachten einen interessanten Tag in Karlsruhe. Erste Schritte in die Welt der Programmierung konnten die Kinder mit einem Kit bestehend aus einem Master Brick, diversen Sensor-Bricklets und einer 7-Segment Anzeige machen. Damit konnten spielerisch erste Erfahrungen im Umgang mit Sensoren und mit deren Programmierung gesammelt werden.

http://download.tinkerforge.com/_stuff/devoxx4kids1.jpg

Am Ende der Veranstaltung konnten die Kinder die Kits mit nach Hause nehmen, so dass wir hoffen das viele Kinder mit unserer Hardware das Programmieren auf eine interessante Art und Weise lernen können. Das Ziel der Veranstaltung, auch Jüngeren das Programmieren näher zu bringen, die eigene Kreativität zu fördern und zu zeigen wie viel Freude dies machen kann, wurde aus unserer Sicht erreicht.

http://download.tinkerforge.com/_stuff/devoxx4kids2.jpg

Neue, günstigere LED Streifen im Shop

geschrieben von admin am 08.09.2014 19:03:00.

Wir haben heute neue LED Streifen in den Shop aufgenommen. Für 59,99€ brutto erhaltet ihr jetzt 5 Meter RGB LED Streifen! Im Vergleich zu den zuvor verkauften WS2801 LED Streifen, die wir für 99,99€ (5 Meter) verkauft haben, bieten wir euch die neuen Streifen also sehr viel günstiger an.

http://download.tinkerforge.com/_stuff/bricklet_led_strip_ws2812b_reel_786.jpg

Die Streifen verfügen über 30 RGB-LEDs pro Meter (zuvor 32 LEDs). Der Steuerungs-IC (WS2812B) ist nun direkt in die LED integriert. Die Streifen können über das LED Strip Bricklet gesteuert werden. Dazu müssen nur 5V, Masse und die Datenleitung angeschlossen werden. Streifen mit dem WS2812B (NeoPixel) sind deutlich günstiger für uns beschaffbar, so dass wir diesen Preisvorteil gerne an euch weitergeben.

Wir werden ab jetzt nur noch volle 5m Rollen anbieten und keine Abschnitte mehr. Der Aufwand für uns diese zu Erstellen rechnet sich aus unserer Sicht bei diesem Verkaufspreis nicht mehr.

RED Brick im EMV Labor

geschrieben von admin am 28.08.2014 14:21:00.

Gestern waren wir in einem EMV (Elektromagnetische Verträglichkeit) Labor.

http://download.tinkerforge.com/_stuff/brick_red_emi3_786.jpg

Wir haben erste Messungen zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMI - Electromagnetic Interference) mit dem RED Brick Prototypen durchgeführt. Als erstes haben wir den Brick ohne andere Komponenten in der Testkammer getestet. Der RED Brick lief und führte die installierten Programme aus (Brick Daemon etc.).

http://download.tinkerforge.com/_stuff/brick_red_emi1_786.png

Das Ergebnis lag deutlich über unseren Erwartungen, es war phänomenal! Die Messung zeigte fast keine Auswirkungen durch den RED Brick! Während der Messung haben wir kurzzeitig gedacht, dass mit der Testkammer etwas nicht in Ordnung war. Wir überprüften die Messung und den Aufbau, aber es stellte sich heraus, dass alles in Ordnung war. Die Ergebnisse waren einfach so gut. Unsere Befürchtungen bezüglich dem Routing der kritischen Leiterbahnen, wie zum Beispiel für den RAM, scheinen sich also nicht bewahrheitet zu haben.

Als nächsten Test haben wir den RED Brick zusammen mit einer Step-Down Power Supply und einem Master Brick getestet.

http://download.tinkerforge.com/_stuff/brick_red_emi2_786.png

Hier ist die SPI Stapel-Kommunikation deutlich erkennbar, da alle Spitzen ein Vielfaches von 9MHz (SPI Frequenz) sind. Die Ergebnisse sind aber immer noch sehr gut.

Die grüne Linie ist das absolute Maximum der Messung, während die magenta-farbende Line der Durchschnittswert ist. Für die Abnahmemessungen, die wir mit der finalen Version des RED Bricks durchführen werden, werden Quasispitzenwerte gemessen. Diese liegen irgendwo zwischen beiden Linien.

Unglücklicherweise haben wir nicht diese phänomenalen Ergebnisse für den RED Brick erwartet, so dass wir nicht gut für Stapeltests vorbereitet waren. Das RED Brick ist mit Widerständen in den SPI Leitungen ausgestattet, die die Flankensteilheit beeinflussen können. Es waren 0 Ohm Widerstände bestückt. Das nächste mal werden wir verschiedenen Widerstandswerte im EMV Labor testen und somit die SPI Störausstrahlung verringern können.

Zusammenfassend sind wir uns nach den Messungen nun absolut sicher, dass wir ein CE Zertifikat für die Serienfassung des RED Bricks ausstellen können. Dies sind sehr gute Neuigkeiten, wir haben diese guten Ergebnisse wirklich nicht erwartet!

Wir werden nun Leiterplatten für den nächsten Prototypen bestellen und hoffen das dieser Prototyp bereits die Serienfassung des RED Bricks sein wird. Im Vergleich zum jetzigen Prototypen haben wir folgende Änderungen vorgenommen:

  • Der Reset-Knopf ist nun an einen GPIO angeschlossen und wird Linux korrekt herunterfahren.

  • Der Stapel auf dem RED Brick kann nun per Software neugestartet werden. Dies macht es Brickd möglich den Stapel neuzustarten um ihn in einen definierten Zustand zu bringen.

  • Die JTAG Hardware ist nun korrekt konfiguriert.

  • Um die RS485 Extension besser nutzen zu können ist die RTS Leitung mit einem Inverter ausgestattet worden und CTS direkt auf Masse gelegt worden.

  • Fehlerhafte Verbindungen in der Stromversorgungsschaltung sind gefixt.

  • Bestückbarkeit des RED Bricks wurde verbessert.

  • USB ESD Schutzbeschaltung gefixt.

Nach diesen Testergebnissen sind wir sehr zuversichtlich RED Bricks bis Ende diesen Jahres im Shop zu haben. Also bleibt gespannt!

MakerBeam bei Tinkerforge

geschrieben von admin am 25.08.2014 16:27:00.

Ab sofort gibt es bei uns MakerBeams im Shop! Eine super Befestigungsmöglichkeit für Bricks, Bricklets & Co.

http://download.tinkerforge.com/makerbeam/images/maker_beam_stepper_600.jpg

MakerBeam ist ein vielseitiges und leichtgewichtiges Aluminium Maschinenbau-Profilsystem mit einem Querschnitt von 10x10mm. Mit dem System ist es möglich verschiedenste Aufbauten in Desktop-Größe zu realisieren. Zur Befestigung wird Mini-T genutzt, eine kleinere Version des T-Nut Standards, der in der industriellen Automatisierung genutzt wird. Jedes Profil besitzt an jedem Ende eine 8mm tiefe 2,5mm Bohrung mit Gewinde (Ausgelegt für M3). Das System ist seht leicht, jeder Millimeter Länge des Profils wiegt nur 0,136g. Mit MakerBeam können mechanische Strukturen für Roboter, CNC Projekten, Kameraschlitten und andere spannende Projekte realisiert werden. Die offizielle MakerBeam Webseite bietet eine Liste von Beispielprojekten.

http://download.tinkerforge.com/makerbeam/images/maker_beam_servo_600.jpg

Mit den MakerBeams bauen wir unser Zubehörsortiment weiter aus. Als nächstes werden Motoren folgen (Schritt, Servo, DC). Wir sind gerade dabei unterschiedliche Motoren von verschiedenen Herstellern zu testen. Bleibt also gespannt wie es weiter geht.

Als wir die ersten Profile und Verbinder auf dem Tisch liegen hatten fing bei uns natürlich direkt die Bastelei an ;-). Ruck Zuck hatten wir alles mögliche in einen Rahmen geschraubt:

http://download.tinkerforge.com/makerbeam/images/maker_beam_cube1_600.jpg

Das Ding würde sich wunderbar als Satellit machen, meint ihr nicht?

http://download.tinkerforge.com/makerbeam/images/maker_beam_satellite2.jpg

Neue Bricklets: Color, NFC/RFID und Solid State Relay

geschrieben von admin am 11.08.2014 16:12:00.

Wir haben euer Feedback genutzt und heute drei neue Bricklets inklusive Zubehör veröffentlicht:

1) Color Bricklet

http://www.tinkerforge.com/de/doc/_images/Bricklets/bricklet_color_in_action_600.jpg

Das Color Bricklet ist mit einem präzisen Farbsensor ausgestattet. Dieser misst die Farbe im RGB Farbmodell, die Farbtemperatur und die Beleuchtungsstärke mit jeweils 16Bit Auflösung! Eine per Software schaltbare LED erzeugt bei Bedarf eine definierte Beleuchtung, so dass über die Licht-Reflektion die Farbe eines Objekts sehr genau und wiederholbar bestimmt werden kann. Damit ist das Bricklet zum Beispiel zum Sortieren von Gegenständen geeignet. Während das Ambient Light Bricklet bis zu ~1000 Lux messen kann, kann das Color Bricklet problemlos Beleuchtungsstärken in Höhe von mehreren 10000 Lux auswerten.

2) NFC/RFID Bricklet

http://www.tinkerforge.com/en/doc/_images/Bricklets/bricklet_nfc_rfid_tilted_600.jpg

Mit dem NFC/RFID Bricklet können diverse 13.56MHz Tags gelesen und geschrieben werden. Das Bricklet unterstützt Mifare Classic, NFC Forum Typ 1 und 2 RFID/NFC Tags mit beliebigem Speicherplatz. Passende Tags haben wir als Scheckkarte, Schlüsselanhänger oder Aufkleber mit in dem Shop aufgenommen. Als Beispiel könnte man mit dem Bricklet eine intelligente Katzenklappe entwickeln, bei der die Katze ein NFC Tag als Halsband trägt. Man stelle sich die Möglichkeiten vor: Zutrittskontrolle, Aufzeichnung der Zeiten (Betreten/Verlassen), eine twitternde Katzenklappe,… Uns fallen viele spannende Anwendungen ein. Dieses Beispiel ist auch gut um eine wichtige Eigenschaft von NFC zu erklären: Die Reichweite ist vom NFC-Standard auf 10cm begrenzt. Die Katzenklappe soll ja nicht bereits aufgehen, wenn die Katze nur 10m entfernt an ihr vorbeiläuft.

3) Solid State Relay Bricklet

http://www.tinkerforge.com/en/doc/_images/Bricklets/bricklet_ssr_w_heatsink_tilted_600.jpg

Das Schalten größerer Lasten, wie zum Beispiel Motoren, stellt immer wieder ein Problem dar. Mit dem bisherigen Dual Relay Bricklet lassen sich sehr einfach verschiedenste Spannungen schalten. Gerade aber bei großen 230V Lasten können die verbauten mechanischen Relais Probleme machen. Die Schaltfunken können zu Störungen führen, die das System instabil werden lässt. In diesem Fall kann man zum Beispiel über geeignete Snubber (siehe Dual Relay Bricklet Dokumentation) oftmals die Probleme lösen. Einfacher ist die Nutzung von Solid State Relais. Diese schalten nicht mechanisch sondern über elektronische Bauteile. Ein Schaltfunke und die damit verbundenen Störungen treten nicht auf. Da keine Mechanik verbaut ist hält so ein Relais deutlich mehr Schaltzyklen aus (verschleißfrei) und besitzt eine galvanische Trennung zwischen dem Steuerungs-Eingang und der Lastseite (Ausgang).

Mit dem Solid State Relay Bricklet bieten wir jetzt eine Möglichkeit diese Relais sehr einfach anzusteuern. Damit es direkt losgehen kann bieten wir ein Relais zum Schalten von Wechselstrom mit einer maximalen Schaltleistung von 25A bei 380V und eins zum Schalten von Gleichstrom mit einer maximalen Schaltleistung von 80A bei 50V. Als weiteres Zubehör bieten wir eine Schutzabdeckung, die ein Berühren der Kontakte verhindert, sowie einen Kühlkörper, der beim Schalten von mit hoher Schaltleistung notwendig ist.

Wir haben unterschiedliche Typen und Hersteller von Solid State Relais getestet. Die Relais in unserem Shop sind von hoher Qualität verglichen mit den super billigen Relais die man direkt aus China kaufen kann. Obwohl das Bricklet diese günstigen Relais schalten kann (zumindest wenn man ein Kabel anlötet), wollen wir ausdrücklich davon abraten ein 2€ Solid State Relais zu verwenden. Wir haben sehr schlechte Erfahrungen gesammelt als wir diese mit unserer Elektronischen Last getestet haben.

Vollautomatischer Fotografiedrehteller

geschrieben von admin am 04.08.2014 14:51:00.

Nachdem wir einige Erfahrung im Erstellen der Fotos für die Dokumentation und des Shops sammeln konnten und unser Equipment laufend verbessert haben, wollten wir nun für weitere Aufnahmen einen Drehteller nutzen. Professionelle Foto-Drehteller kosten einiges, so haben wir unseren eigenen gebaut um 360° Fotos erstellen zu können.

Vorweg erstmal das Ergebnis und ein kleines Video welches den Drehteller in Aktion zeigt (das Video ist qualitativ nicht hochwertig, wir haben es mit einem Handy gemacht, die Kamera war ja gerade anderweitig beschäftigt ;-) ).

360° Foto eines Bricklets.

Aus dem Tinkerforge Baukastensystem verwenden wir ein Industrial Quad Relay Bricklet sowie ein Stepper Brick. Der Quellcode zum ansteuern des Stepper Bricks und des Quad Relays befindet sich auf github.

Die weiteren Zutaten für diesen Drehteller belaufen sich auf wenige Teile:

http://download.tinkerforge.com/_stuff/photography_turn_table_1.jpg

Wir haben einen Schrittmotor (14€) und Hub (6€) von Pololu sowie zwei Schneidebretter (1€, 3€) als Auflage und Fuß gekauft. Dazu kommt ein Drehkugellager von Ebay (10€) sowie ein paar Holzreststücke als Abstandshalter und Schrauben, sowie Winkel aus der Restekiste.

Summa Summarum also wirklich nicht zu teuer!

Nachdem Hub und Drehkugellager an das obere Brett, der Schrittmotor an den Hub, Abstandshalter an das untere und obere Brett, sowie die Winkel zwischen die Abstandshalter geschraubt wurden, sieht das ganze dann so aus:

http://download.tinkerforge.com/_stuff/photography_turn_table_2.jpghttp://download.tinkerforge.com/_stuff/photography_turn_table_3.jpg

Dem geübten Auge wird aufgefallen sein, dass die Schrauben, die das Drehkugellager mit dem oberen Brett verbinden, nicht komplett reingeschraubt sind. Dies war leider Aufgrund der zu hohen Qualität des Kugellagers notwendig. Das Kugellager, welches wir gebraucht bei Ebay erstanden haben, ist super leichtgängig, trägt 250kg und hat keinerlei Spiel in seitlicher Richtung. Letzteres hat sich als Problem herausgestellt.

Da der Hub direkt mit dem Schrittmotor verbunden ist und der Schrittmotor wiederum seinen Platz Aufgrund der Position des Drehkugellagers bekommt, muss der Hub absolut mittig zwischen dem Drehkugellager sitzen. Wenn er nur 0,5mm daneben sitzt hängt das Kuggellager. Ups! Trotz mehrmaligem an- und abschrauben konnten wir die benötigte Genauigkeit nicht erreichen. Daher haben wir dem Kugellager einfach händisch ein bisschen Spiel gegeben indem wir es nicht komplett festgeschraubt haben.

Jetzt haben wir einen Drehteller den wir an eine beliebige Position fahren können, um das ganze vollständig zu automatisieren benötigen wir aber auch noch eine Möglichkeit automatisch zu fotografieren. Das Auslösen kann bei unserer Canon 500D einfach über einen 2,5mm Klinkenstecker passieren. Dieser hat 2 Adern und Schirmung. Zum fokussieren kann die Schirmung mit der roten Ader verbunden werden und zum Auslösen mit der weißen.

http://download.tinkerforge.com/_stuff/photography_turn_table_4.jpghttp://download.tinkerforge.com/_stuff/photography_turn_table_5.jpghttp://download.tinkerforge.com/_stuff/photography_turn_table_6.jpg

Wir haben dazu einfach ein Klinkensteckerkabel geopfert, den Adern und der Schirmung Adernendhülsen verpasst und diese vier Adern dann mit dem Industrial Quad Relay verbunden. Jetzt können wir die Kamera Auslösen, in dem wir Relais 1 schalten sowie Fokussieren, indem wir Relais 2 Schalten. Das war einfach!

Das Endergebnis mit weißer Fotounterlage auf dem Brett sieht wie folgt aus:

http://download.tinkerforge.com/_stuff/photography_turn_table_7.jpg

In unserer (natürlich auch selbstgebastelten) Fotoecke macht es sich wunderbar:

http://download.tinkerforge.com/_stuff/photography_turn_table_8.jpg

API Bindings und Package Management

geschrieben von admin am 25.07.2014 14:38:00.

In der Vergangenheit waren die Installations- und Benutzungsanleitungen der API Bindings davon ausgegangen dass ein Nutzer sich mit einer von uns unterstützen Sprache bereits auskennt. In den letzten Tagen haben wir daran gearbeitet die Dokumentation diesbezüglich zu verbessern. Es sollte nun auch für einen Anfänger möglich sein die API Bindings zu installieren und eines der Testbeispiele auszuführen ohne etwas auf einer anderen Seite nachlesen zu müssen.

Die Links zu den Installations- und Benutzungsanleitungen für die von uns unterstützten Sprachen können in der Dokumentation gefunden werden.

Einen Vorschlag den wir sehr oft bekommen haben war, Packages und Package Repositories für Sprachen zu unterstützen die soetwas anbieten. Wir haben uns anfangs dagegen ausgesprochen, da die API Bindings automatisch generiert werden und das hochladen eines Paketes einen weiteren manuellen Schritt zum Prozess des freischalten neuer Bindingsversionen hinzufügt.

Allerdings haben wir in letzter Zeit so viele Anfragen diesbezüglich bekommen das wir uns entschieden haben Packages in Repositories zu bringen für Sprachen wo dies für uns einfach möglich. Aktuell unterstützen wir Maven (Java), NPM (JavaScript), CPAN (Perl), PyPI (Python) und GEM (Ruby). Dies bedeutet, dass man nun die Bindings für diese Sprachen mit einem einfachen Kommandozeilen One-Liner installieren und aktualisieren kann.

http://download.tinkerforge.com/_stuff/repo_logos.jpg

Java - Maven:

Füge Abhängigkeit zu deiner pom.xml hinzu

JavaScript - NPM:

> npm -g install tinkerforge

Perl - CPAN

> cpanm Tinkerforge

Python - PyPI

> pip install tinkerforge

Ruby - GEM

> gem install tinkerforge

Erstes LiveHacking in Hamburg

geschrieben von admin am 15.07.2014 14:49:00.

Wie im letzten Blogpost angekündigt, hat gestern Abend das erste LiveHacking in Hamburg stattgefunden:

http://download.tinkerforge.com/_stuff/live_hacking.jpg

Bastian war bei diesen Event mit dabei, das von der Java User Group Hamburg, Sven Ruppert (Codecentric AG) und Alexander Bischof organisiert wurde. Die Teilnehmer wurden in die Räumlichkeiten der Hacker- und Makerspace Attraktor e.V eingeladen und konnten ihre eigenen Ideen mit dem Tinkerforge Baukastensystem umsetzen. Es hat sehr viel Spaß gemacht euch bei der Nutzung unserer Module über die Schulter zu schauen und mit euch Ideen auszutauschen. Ein paar Kleinigkeiten und Bugs sind uns aufgefallen, die wir natürlich beseitigen wollen. Die ersten Bugfixes haben wir direkt heute morgen veröffentlicht.

Es sind weitere LiveHackings bundesweit geplant, bei denen wir Sven Ruppert unterstützen werden. Seinen Bericht könnt ihr hier finden . Danke für das sehr positive Feedback und die Verbesserungsanregungen! Wir freuen uns auf die weiteren Events.

LED Strip Bricklet unterstützt WS2811 und WS2812(B)

geschrieben von admin am 10.07.2014 14:23:00.

Mit der neuen Firmware Version 2.0.4 unterstützt das LED Strip Bricklet nun neben dem LED Treiber WS2801 auch die Treiber WS2811, WS2812 und WS2812B (auch bekannt als “NeoPixel”).

Zum testen haben wir unterschiedliche LED Strips sowie eine 256 Pixel große LED Matrix von unterschiedlichen Herstellern angesteuert.

http://download.tinkerforge.com/_stuff/ws2812b_led_matrix.jpg

Des weiteren haben wir auf der Maiker Faire ein WS2812B Strip mit dem RED Brick zwei Tage ohne Aussetzer ansteuern können. Die Anleitungen in der Dokumentation wurden entsprechend angepasst. Sie Erklären nun auch wie die neu unterstützten Treiber angeschlossen werden müssen (die Clock-Leitung wird nicht mehr verwendet).

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