Mathematica - Motion Detector Bricklet

Dies ist die Beschreibung der Mathematica API Bindings für das Motion Detector Bricklet. Allgemeine Informationen über die Funktionen und technischen Spezifikationen des Motion Detector Bricklet sind in dessen Hardware Beschreibung zusammengefasst.

Eine Installationanleitung für die Mathematica API Bindings ist Teil deren allgemeine Beschreibung.

Beispiele

Der folgende Beispielcode ist Public Domain (CC0 1.0).

Callback

Download (ExampleCallback.nb)

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Needs["NETLink`"]
LoadNETAssembly["Tinkerforge",NotebookDirectory[]<>"../../.."]

host="localhost"
port=4223
uid="XYZ"(*Change XYZ to the UID of your Motion Detector Bricklet*)

(*Create IPConnection and device object*)
ipcon=NETNew["Tinkerforge.IPConnection"]
md=NETNew["Tinkerforge.BrickletMotionDetector",uid,ipcon]
ipcon@Connect[host,port]

(*Callback function for motion detected callback*)
MotionDetectedCB[sender_]:=
 Print["Motion Detected"]
AddEventHandler[md@MotionDetectedCallback,MotionDetectedCB]

(*Callback function for detection cycle ended callback*)
DetectionCycleEndedCB[sender_]:=
 Print["Detection Cycle Ended (next detection possible in ~3 seconds)"]
AddEventHandler[md@DetectionCycleEndedCallback,DetectionCycleEndedCB]

Input["Click OK to exit"]

(*Clean up*)
ipcon@Disconnect[]
ReleaseNETObject[md]
ReleaseNETObject[ipcon]

API

Prinzipiell kann jede Funktion der Mathematica Bindings, welche einen Wert zurück gibt eine Tinkerforge.TimeoutException werfen. Diese Exception wird geworfen wenn das Gerät nicht antwortet. Wenn eine Kabelverbindung genutzt wird, ist es unwahrscheinlich, dass die Exception geworfen wird (unter der Annahme, dass das Gerät nicht abgesteckt wird). Bei einer drahtlosen Verbindung können Zeitüberschreitungen auftreten, sobald die Entfernung zum Gerät zu groß wird.

Da .NET/Link nicht mehrere Rückgabewerte direkt unterstützt, wird das out Schlüsselwort genutzt, um mehrere Werte aus einer Funktion zurückzugeben. Weitere Informationen über das out Schlüsselwort in .NET/Link sind in der entsprechende Mathematica .NET/Link Dokumentation zu finden.

Der Namensraum für alle Brick/Bricklet Bindings und die IPConnection ist Tinkerforge.*.

Grundfunktionen

BrickletMotionDetector[uid, ipcon] → motionDetector
Parameter:
  • uid -- String
  • ipcon -- NETObject[IPConnection]
Rückgabe:
  • motionDetector -- NETObject[BrickletMotionDetector]

Erzeugt ein Objekt mit der eindeutigen Geräte ID uid:

motionDetector=NETNew["Tinkerforge.BrickletMotionDetector","YOUR_DEVICE_UID",ipcon]

Dieses Objekt kann benutzt werden, nachdem die IP Connection verbunden ist (siehe Beispiele oben).

Die .NET Runtime hat eingebauten Garbage Collection welche Objekte wieder freigibt, wenn sie vom Programm nicht mehr verwendet werden. Da Mathematica aber selbst nicht automatisch feststellen kann, wann ein Mathematica "Programm" ein .NET Objekt nicht mehr verwendet, muss sich das Programm selbst darum kümmern. Für diesen Zweck wird die ReleaseNETObject[] Funktion in den Beispielen verwendet.

Weitere Informationen über Objekt-Verwaltung mittels .NET/Link sind in der entsprechende Mathematica .NET/Link Dokumentation zu finden.

BrickletMotionDetector@GetMotionDetected[] → motion
Rückgabe:
  • motion -- Integer

Gibt 1 zurück wenn eine Bewegung detektiert wurde. Wie lange 1 zurückgegeben wird nachdem eine Bewegung detektiert wurde kann mit einem kleinen Poti auf dem Motion Detector Bricklet eingestellt werden, siehe hier.

Auf dem Bricklet selbst ist eine blaue LED, die leuchtet solange das Bricklet im "Bewegung detektiert" Zustand ist.

Die folgenden Konstanten sind für diese Funktion verfügbar:

  • BrickletMotionDetector`MOTIONUNOTUDETECTED = 0
  • BrickletMotionDetector`MOTIONUDETECTED = 1

Fortgeschrittene Funktionen

BrickletMotionDetector@SetStatusLEDConfig[config] → Null
Parameter:
  • config -- Integer

Setzt die Konfiguration der Status-LED.

Standardmäßig geht die LED an, wenn eine Bewegung erkannt wird und aus wenn keine Bewegung erkannt wird.

Die LED kann auch permanent an/aus gestellt werden.

Die folgenden Konstanten sind für diese Funktion verfügbar:

  • BrickletMotionDetector`STATUSULEDUCONFIGUOFF = 0
  • BrickletMotionDetector`STATUSULEDUCONFIGUON = 1
  • BrickletMotionDetector`STATUSULEDUCONFIGUSHOWUSTATUS = 2

Neu in Version 2.0.1 (Plugin).

BrickletMotionDetector@GetStatusLEDConfig[] → config
Rückgabe:
  • config -- Integer

Gibt die Konfiguration zurück, wie von SetStatusLEDConfig[] gesetzt.

Die folgenden Konstanten sind für diese Funktion verfügbar:

  • BrickletMotionDetector`STATUSULEDUCONFIGUOFF = 0
  • BrickletMotionDetector`STATUSULEDUCONFIGUON = 1
  • BrickletMotionDetector`STATUSULEDUCONFIGUSHOWUSTATUS = 2

Neu in Version 2.0.1 (Plugin).

BrickletMotionDetector@GetAPIVersion[] → {apiVersion1, apiVersion2, apiVersion3}
Rückgabe:
  • apiVersioni -- Integer

Gibt die Version der API Definition (Major, Minor, Revision) zurück, die diese API Bindings implementieren. Dies ist weder die Release-Version dieser API Bindings noch gibt es in irgendeiner Weise Auskunft über den oder das repräsentierte(n) Brick oder Bricklet.

BrickletMotionDetector@GetResponseExpected[functionId] → responseExpected
Parameter:
  • functionId -- Integer
Rückgabe:
  • responseExpected -- True/False

Gibt das Response-Expected-Flag für die Funktion mit der angegebenen Funktions IDs zurück. Es ist true falls für die Funktion beim Aufruf eine Antwort erwartet wird, false andernfalls.

Für Getter-Funktionen ist diese Flag immer gesetzt und kann nicht entfernt werden, da diese Funktionen immer eine Antwort senden. Für Konfigurationsfunktionen für Callbacks ist es standardmäßig gesetzt, kann aber entfernt werden mittels SetResponseExpected[]. Für Setter-Funktionen ist es standardmäßig nicht gesetzt, kann aber gesetzt werden.

Wenn das Response-Expected-Flag für eine Setter-Funktion gesetzt ist, können Timeouts und andere Fehlerfälle auch für Aufrufe dieser Setter-Funktion detektiert werden. Das Gerät sendet dann eine Antwort extra für diesen Zweck. Wenn das Flag für eine Setter-Funktion nicht gesetzt ist, dann wird keine Antwort vom Gerät gesendet und Fehler werden stillschweigend ignoriert, da sie nicht detektiert werden können.

Die folgenden Konstanten sind für diese Funktion verfügbar:

  • BrickletMotionDetector`FUNCTIONUSETUSTATUSULEDUCONFIG = 4
BrickletMotionDetector@SetResponseExpected[functionId, responseExpected] → Null
Parameter:
  • functionId -- Integer
  • responseExpected -- True/False

Ändert das Response-Expected-Flag für die Funktion mit der angegebenen Funktion IDs. Diese Flag kann nur für Setter-Funktionen (Standardwert: false) und Konfigurationsfunktionen für Callbacks (Standardwert: true) geändert werden. Für Getter-Funktionen ist das Flag immer gesetzt.

Wenn das Response-Expected-Flag für eine Setter-Funktion gesetzt ist, können Timeouts und andere Fehlerfälle auch für Aufrufe dieser Setter-Funktion detektiert werden. Das Gerät sendet dann eine Antwort extra für diesen Zweck. Wenn das Flag für eine Setter-Funktion nicht gesetzt ist, dann wird keine Antwort vom Gerät gesendet und Fehler werden stillschweigend ignoriert, da sie nicht detektiert werden können.

Die folgenden Konstanten sind für diese Funktion verfügbar:

  • BrickletMotionDetector`FUNCTIONUSETUSTATUSULEDUCONFIG = 4
BrickletMotionDetector@SetResponseExpectedAll[responseExpected] → Null
Parameter:
  • responseExpected -- True/False

Ändert das Response-Expected-Flag für alle Setter-Funktionen und Konfigurationsfunktionen für Callbacks diese Gerätes.

BrickletMotionDetector@GetIdentity[out uid, out connectedUid, out position, out {hardwareVersion1, hardwareVersion2, hardwareVersion3}, out {firmwareVersion1, firmwareVersion2, firmwareVersion3}, out deviceIdentifier] → Null
Parameter:
  • uid -- String
  • connectedUid -- String
  • position -- Integer
  • hardwareVersioni -- Integer
  • firmwareVersioni -- Integer
  • deviceIdentifier -- Integer

Gibt die UID, die UID zu der das Bricklet verbunden ist, die Position, die Hard- und Firmware Version sowie den Device Identifier zurück.

Die Position kann 'a', 'b', 'c' oder 'd' sein.

Eine Liste der Device Identifier Werte ist hier zu finden. Es gibt auch eine Konstante für den Device Identifier dieses Bricklets.

Callbacks

Callbacks können registriert werden um zeitkritische oder wiederkehrende Daten vom Gerät zu erhalten. Die Registrierung erfolgt indem eine Funktion einem Callback Property des Geräte Objektes zugewiesen wird:

MyCallback[sender_,value_]:=Print["Value: "<>ToString[value]]

AddEventHandler[motionDetector@ExampleCallback,MyCallback]

Weitere Informationen über Event-Behandlung mittels .NET/Link sind in der entsprechende Mathematica .NET/Link Dokumentation zu finden.

Die verfügbaren Callback Properties und ihre Parametertypen werden weiter unten beschrieben.

Bemerkung

Callbacks für wiederkehrende Ereignisse zu verwenden ist immer zu bevorzugen gegenüber der Verwendung von Abfragen. Es wird weniger USB-Bandbreite benutzt und die Latenz ist erheblich geringer, da es keine Paketumlaufzeit gibt.

event BrickletMotionDetector@MotionDetectedCallback[sender]
Parameter:
  • sender -- NETObject[BrickletMotionDetector]

Dieser Callback wird aufgerufen nachdem eine Bewegung detektiert wurde.

event BrickletMotionDetector@DetectionCycleEndedCallback[sender]
Parameter:
  • sender -- NETObject[BrickletMotionDetector]

Dieser Callback wird aufgerufen wenn ein Bewegungserkennungszyklus beendet ist. Wenn dieser Callback aufgerufen wurde kann wieder eine weitere Bewegung erkannt werden nach ungefähr 2 Sekunden.

Konstanten

BrickletMotionDetector`DEVICEUIDENTIFIER

Diese Konstante wird verwendet um ein Motion Detector Bricklet zu identifizieren.

Die GetIdentity[] Funktion und der IPConnection@EnumerateCallback Callback der IP Connection haben ein deviceIdentifier Parameter um den Typ des Bricks oder Bricklets anzugeben.

BrickletMotionDetector`DEVICEDISPLAYNAME

Diese Konstante stellt den Anzeigenamen eines Motion Detector Bricklet dar.