Delphi/Lazarus - Segment Display 4x7 Bricklet

Dies ist die Beschreibung der Delphi/Lazarus API Bindings für das Segment Display 4x7 Bricklet. Allgemeine Informationen über die Funktionen und technischen Spezifikationen des Segment Display 4x7 Bricklet sind in dessen Hardware Beschreibung zusammengefasst.

Eine Installationanleitung für die Delphi/Lazarus API Bindings ist Teil deren allgemeine Beschreibung.

Beispiele

Der folgende Beispielcode ist Public Domain (CC0 1.0).

Simple

Download (ExampleSimple.pas)

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program ExampleSimple;

{$ifdef MSWINDOWS}{$apptype CONSOLE}{$endif}
{$ifdef FPC}{$mode OBJFPC}{$H+}{$endif}

uses
  SysUtils, IPConnection, BrickletSegmentDisplay4x7;

type
  TExample = class
  private
    ipcon: TIPConnection;
    sd: TBrickletSegmentDisplay4x7;
  public
    procedure Execute;
  end;

const
  HOST = 'localhost';
  PORT = 4223;
  UID = 'XYZ'; { Change XYZ to the UID of your Segment Display 4x7 Bricklet }
  DIGITS : array [0..15] of byte = ($3f,$06,$5b,$4f,
                                    $66,$6d,$7d,$07,
                                    $7f,$6f,$77,$7c,
                                    $39,$5e,$79,$71);

var
  e: TExample;

procedure TExample.Execute;
var segments: array [0..3] of byte;
begin
  { Create IP connection }
  ipcon := TIPConnection.Create;

  { Create device object }
  sd := TBrickletSegmentDisplay4x7.Create(UID, ipcon);

  { Connect to brickd }
  ipcon.Connect(HOST, PORT);
  { Don't use device before ipcon is connected }

  { Write "4223" to the display with full brightness without colon }
  segments[0] := DIGITS[4];
  segments[1] := DIGITS[2];
  segments[2] := DIGITS[2];
  segments[3] := DIGITS[3];
  sd.SetSegments(segments, 7, false);

  WriteLn('Press key to exit');
  ReadLn;
  ipcon.Destroy; { Calls ipcon.Disconnect internally }
end;

begin
  e := TExample.Create;
  e.Execute;
  e.Destroy;
end.

API

Da Delphi nicht mehrere Rückgabewerte direkt unterstützt, wird das out Schlüsselwort genutzt um mehrere Werte von einer Funktion zurückzugeben.

Alle folgend aufgelisteten Funktionen und Prozeduren sind Thread-sicher.

Grundfunktionen

constructor TBrickletSegmentDisplay4x7.Create(const uid: string; ipcon: TIPConnection)
Parameter:
  • uid – Typ: string
  • ipcon – Typ: TIPConnection
Rückgabe:
  • segmentDisplay4x7 – Typ: TBrickletSegmentDisplay4x7

Erzeugt ein Objekt mit der eindeutigen Geräte ID uid:

segmentDisplay4x7 := TBrickletSegmentDisplay4x7.Create('YOUR_DEVICE_UID', ipcon);

Dieses Objekt kann benutzt werden, nachdem die IP Connection verbunden ist.

procedure TBrickletSegmentDisplay4x7.SetSegments(const segments: array [0..3] of byte; const brightness: byte; const colon: boolean)
Parameter:
  • segments – Typ: array [0..3] of byte, Wertebereich: [0 bis 127]
  • brightness – Typ: byte, Wertebereich: [0 bis 7]
  • colon – Typ: boolean

Die 7-Segment-Anzeige kann mit Bitmaps gesetzt werden. Jedes Bit kontrolliert ein Segment:

Bitreihenfolge eines Segments

Beispiel: Um eine "5" auf der Anzeige darzustellen müssen die Segment 0, 2, 3, 5 und 6 aktiviert werden. Dies kann mit der Zahl 0b01101101 = 0x6d = 109 repräsentiert werden.

Die Helligkeit kann zwischen 0 (dunkel) und 7 (hell) gesetzt werden. Der dritte Parameter aktiviert/deaktiviert den Doppelpunkt auf der Anzeige.

procedure TBrickletSegmentDisplay4x7.GetSegments(out segments: array [0..3] of byte; out brightness: byte; out colon: boolean)
Ausgabeparameter:
  • segments – Typ: array [0..3] of byte, Wertebereich: [0 bis 127]
  • brightness – Typ: byte, Wertebereich: [0 bis 7]
  • colon – Typ: boolean

Gibt die Segment-, Helligkeit- und Doppelpunktdaten zurück, wie von SetSegments gesetzt.

Fortgeschrittene Funktionen

procedure TBrickletSegmentDisplay4x7.StartCounter(const valueFrom: smallint; const valueTo: smallint; const increment: smallint; const length: longword)
Parameter:
  • valueFrom – Typ: smallint, Wertebereich: [-999 bis 9999]
  • valueTo – Typ: smallint, Wertebereich: [-999 bis 9999]
  • increment – Typ: smallint, Wertebereich: [-999 bis 9999]
  • length – Typ: longword, Einheit: 1 ms, Wertebereich: [0 bis 232 - 1]

Starter einen Zähler mit dem from Wert der bis zum to Wert Zählt mit einer Schrittweite von increment. Das Argument length ist die Länge der Pause zwischen zwei Inkrements.

Beispiel: Wenn from auf 0, to auf 100, increment auf 1 und length auf 1000 gesetzt wird, wird ein Zähler gestartet der von 0 bis 100 zählt mit Rate von einer Sekunde zwischen jeder Erhöhung.

Wenn das increment negativ ist läuft der Zähler rückwärts.

Der Zähler kann jederzeit durch einen Aufruf von SetSegments gestoppt werden.

function TBrickletSegmentDisplay4x7.GetCounterValue: word
Rückgabe:
  • value – Typ: word, Wertebereich: [-999 bis 9999]

Gibt den aktuellen Zählerstand zurück der auf der Anzeige angezeigt wird.

Wenn kein Zähler am laufen ist wird eine 0 zurückgegeben.

procedure TBrickletSegmentDisplay4x7.GetIdentity(out uid: string; out connectedUid: string; out position: char; out hardwareVersion: array [0..2] of byte; out firmwareVersion: array [0..2] of byte; out deviceIdentifier: word)
Ausgabeparameter:
  • uid – Typ: string, Länge: bis zu 8
  • connectedUid – Typ: string, Länge: bis zu 8
  • position – Typ: char, Wertebereich: ['a' bis 'h', 'z']
  • hardwareVersion – Typ: array [0..2] of byte
    • 0: major – Typ: byte, Wertebereich: [0 bis 255]
    • 1: minor – Typ: byte, Wertebereich: [0 bis 255]
    • 2: revision – Typ: byte, Wertebereich: [0 bis 255]
  • firmwareVersion – Typ: array [0..2] of byte
    • 0: major – Typ: byte, Wertebereich: [0 bis 255]
    • 1: minor – Typ: byte, Wertebereich: [0 bis 255]
    • 2: revision – Typ: byte, Wertebereich: [0 bis 255]
  • deviceIdentifier – Typ: word, Wertebereich: [0 bis 216 - 1]

Gibt die UID, die UID zu der das Bricklet verbunden ist, die Position, die Hard- und Firmware Version sowie den Device Identifier zurück.

Die Position ist 'a', 'b', 'c', 'd', 'e', 'f', 'g' oder 'h' (Bricklet Anschluss). Ein Bricklet hinter einem Isolator Bricklet ist immer an Position 'z'.

Eine Liste der Device Identifier Werte ist hier zu finden. Es gibt auch eine Konstante für den Device Identifier dieses Bricklets.

Callbacks

Callbacks können registriert werden um zeitkritische oder wiederkehrende Daten vom Gerät zu erhalten. Die Registrierung erfolgt indem eine Prozedur einem Callback Property des Geräte Objektes zugewiesen wird:

procedure TExample.MyCallback(sender: TBrickletSegmentDisplay4x7; const value: longint);
begin
  WriteLn(Format('Value: %d', [value]));
end;

segmentDisplay4x7.OnExample := {$ifdef FPC}@{$endif}example.MyCallback;

Die verfügbaren Callback Properties und ihre Parametertypen werden weiter unten beschrieben.

Bemerkung

Callbacks für wiederkehrende Ereignisse zu verwenden ist immer zu bevorzugen gegenüber der Verwendung von Abfragen. Es wird weniger USB-Bandbreite benutzt und die Latenz ist erheblich geringer, da es keine Paketumlaufzeit gibt.

property TBrickletSegmentDisplay4x7.OnCounterFinished
procedure(sender: TBrickletSegmentDisplay4x7) of object;
Callback-Parameter:
  • sender – Typ: TBrickletSegmentDisplay4x7

Diese Callback wird ausgelöst, wenn der Zähler (siehe StartCounter) fertig ist.

Virtuelle Funktionen

Virtuelle Funktionen kommunizieren nicht mit dem Gerät selbst, sie arbeiten nur auf dem API Bindings Objekt. Dadurch können sie auch aufgerufen werden, ohne das das dazugehörige IP Connection Objekt verbunden ist.

function TBrickletSegmentDisplay4x7.GetAPIVersion: array [0..2] of byte
Ausgabeparameter:
  • apiVersion – Typ: array [0..2] of byte
    • 0: major – Typ: byte, Wertebereich: [0 bis 255]
    • 1: minor – Typ: byte, Wertebereich: [0 bis 255]
    • 2: revision – Typ: byte, Wertebereich: [0 bis 255]

Gibt die Version der API Definition zurück, die diese API Bindings implementieren. Dies ist weder die Release-Version dieser API Bindings noch gibt es in irgendeiner Weise Auskunft über den oder das repräsentierte(n) Brick oder Bricklet.

function TBrickletSegmentDisplay4x7.GetResponseExpected(const functionId: byte): boolean
Parameter:
  • functionId – Typ: byte, Wertebereich: Siehe Konstanten
Rückgabe:
  • responseExpected – Typ: boolean

Gibt das Response-Expected-Flag für die Funktion mit der angegebenen Funktions IDs zurück. Es ist true falls für die Funktion beim Aufruf eine Antwort erwartet wird, false andernfalls.

Für Getter-Funktionen ist diese Flag immer gesetzt und kann nicht entfernt werden, da diese Funktionen immer eine Antwort senden. Für Konfigurationsfunktionen für Callbacks ist es standardmäßig gesetzt, kann aber entfernt werden mittels SetResponseExpected. Für Setter-Funktionen ist es standardmäßig nicht gesetzt, kann aber gesetzt werden.

Wenn das Response-Expected-Flag für eine Setter-Funktion gesetzt ist, können Timeouts und andere Fehlerfälle auch für Aufrufe dieser Setter-Funktion detektiert werden. Das Gerät sendet dann eine Antwort extra für diesen Zweck. Wenn das Flag für eine Setter-Funktion nicht gesetzt ist, dann wird keine Antwort vom Gerät gesendet und Fehler werden stillschweigend ignoriert, da sie nicht detektiert werden können.

Die folgenden Konstanten sind für diese Funktion verfügbar:

Für functionId:

  • BRICKLET_SEGMENT_DISPLAY_4X7_FUNCTION_SET_SEGMENTS = 1
  • BRICKLET_SEGMENT_DISPLAY_4X7_FUNCTION_START_COUNTER = 3
procedure TBrickletSegmentDisplay4x7.SetResponseExpected(const functionId: byte; const responseExpected: boolean)
Parameter:
  • functionId – Typ: byte, Wertebereich: Siehe Konstanten
  • responseExpected – Typ: boolean

Ändert das Response-Expected-Flag für die Funktion mit der angegebenen Funktion IDs. Diese Flag kann nur für Setter-Funktionen (Standardwert: false) und Konfigurationsfunktionen für Callbacks (Standardwert: true) geändert werden. Für Getter-Funktionen ist das Flag immer gesetzt.

Wenn das Response-Expected-Flag für eine Setter-Funktion gesetzt ist, können Timeouts und andere Fehlerfälle auch für Aufrufe dieser Setter-Funktion detektiert werden. Das Gerät sendet dann eine Antwort extra für diesen Zweck. Wenn das Flag für eine Setter-Funktion nicht gesetzt ist, dann wird keine Antwort vom Gerät gesendet und Fehler werden stillschweigend ignoriert, da sie nicht detektiert werden können.

Die folgenden Konstanten sind für diese Funktion verfügbar:

Für functionId:

  • BRICKLET_SEGMENT_DISPLAY_4X7_FUNCTION_SET_SEGMENTS = 1
  • BRICKLET_SEGMENT_DISPLAY_4X7_FUNCTION_START_COUNTER = 3
procedure TBrickletSegmentDisplay4x7.SetResponseExpectedAll(const responseExpected: boolean)
Parameter:
  • responseExpected – Typ: boolean

Ändert das Response-Expected-Flag für alle Setter-Funktionen und Konfigurationsfunktionen für Callbacks diese Gerätes.

Konstanten

const BRICKLET_SEGMENT_DISPLAY_4X7_DEVICE_IDENTIFIER

Diese Konstante wird verwendet um ein Segment Display 4x7 Bricklet zu identifizieren.

Die GetIdentity Funktion und der TIPConnection.OnEnumerate Callback der IP Connection haben ein deviceIdentifier Parameter um den Typ des Bricks oder Bricklets anzugeben.

const BRICKLET_SEGMENT_DISPLAY_4X7_DEVICE_DISPLAY_NAME

Diese Konstante stellt den Anzeigenamen eines Segment Display 4x7 Bricklet dar.